|
Vom 7.-12. Juli fand in Fort Lauderdale das Internationale Korallenriff Symposium statt, das ganz unter dem Motto „Riffe für die Zukunft“ stand. Aus Wien wurden drei Beiträge (zwei Vorträge und ein Poster) eingereicht und angenommen. Leider konnte einer der Vortragenden, Mag. Harald Hasler, aus Krankheitsgründen nicht am Kongress teilnehmen.
Kongress Beiträge Uni-Wien:
Vortrag:
Jürgen HERLER, Markus DIRNWOEBER, Lucie SCHIEMER, Simone NIEDERMUELLER - Host specificity, spatial niche diversity and adaptations of coral-associated gobies in the northern Red Sea
Posterpräsentation:
Marlene WALL, Joerg OTT, Juergen HERLER - Experimental evaluation of post-settlement movement in the coral-associated goby Gobiodon histrio
Das alle vier Jahre stattfindende Symposium brachte heuer über 3500
Teilnehmer aus den unterschiedlichsten Disziplinen zusammen. Während
die Konferenz in Okinawa - vier Jahre zuvor - unter dem Motto
“Stabilität und Degradierung von Korallenriffen” stand, setzte man sich
bei diesem Treffen die Aufgabe den Erhalt von Riffen für zukünftige
Generationen voranzutreiben. Ebenso wie sich die Themen wandelten
änderten sich auch die Schwerpunkte der Korallenriff-Forschung.
Klimawandel, als potentielle Bedrohung für Riffe, wurde in Okinawa eine
untergeordnete Rolle beigemessen, wie aus einer Umfrage von Kleypas und
Eakin hervorging. In Fort Lauderdale hingegen waren Klimawandel und die
damit einhergehende Versauerung der Ozeane, der Anstieg der
Meeresspiegel, neben Eutrophierung und Überfischung als Bedrohung für
die Riffe, allgegenwärtig. Am Kongress wurden die Erkenntnisse der
letzten Jahre in Bezug auf Resistenz und Resilience von Korallen
gegenüber diesen Bedrohungen, als auch der der Integration von
sozioökologischen und –ökonomischen Aspekten in Riff-Management
präsentiert. Diese neu gewonnen Informationen sollen dazu beitragen
dieses komplexe Ökosystem besser zu verstehen und ihr Management
effektiveren und nachhaltigen zu gestalten.
Ein weiters Novum stellte die „Green Meeting Strategy“ dar. Ein Teil
der Registrierungsgebühren wird dazu verwendet den klimatischen
Fußabdruck des Symposiums zu minimieren, indem Projekte unterstützt
werden die die CO2 Emission reduzieren, generell alle Korrespondenzen
elektronisch erledigt wurden, das Abstract-Books und die Proceedings
nur auf Anfrage gedruckt erhältlich sind, uvm.
Zusammenfassend war der Kongress für mich eine große Bereicherung, der
mir Einblicke in die internationale Riffforschung gab. Ich konnte mir
einen Überblick verschaffen, über neue innovative
Forschungsschwerpunkte und viele neue Kontakte knüpfen.
Hiermit möchte ich mich bei ProMare für das Stipendium bedanken, das mir die Teilnahme sehr erleichtert hat.
Marlene Wall
|