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Dienstag, 22. Mai 2018
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4th International Symbiosis Society Congress Drucken E-Mail

Alle drei Jahre findet ein internationaler Kongress der "Symbiosis Society" statt. Wissenschafterinnen (m/w) aus verschiedensten Gebieten der Symbiose Forschung treffen sich um neueste Erkenntnisse auszutauschen und Gemeinsamkeiten und Unterschiede von verschiedenen Symbiose - Systemen zu diskutieren.

Im August 2003 fand der "4th International Symbiosis Society Congress" in Halifax, Kanada, statt. Vier Mitglieder der Abteilung für Meeresbiologie der Universität Wien - Monika Bright, Silvia Bulgheresi, Andrea Nussbaumer und Jörg Ott - waren mit insgesamt 7 Beiträgen in Form von Vorträgen und Poster vertreten. Um die Abstrakte dieser Beiträge zu lesen, klicken sie bitte auf die Namen.

Dieses mal war der Kongress besonders spannend, da 1) sehr viele verschiedene Symbiose Systeme behandelt wurden und 2) die wichtigsten Forscherinnen (m/w) der jeweiligen Richtungen anwesend waren.

Die Vorträge waren entweder nach Symbiosesystemen, wie "Mycorrhizae" und "Deep sea chemoautotrophic symbiosis", oder nach wichtigen Aspekten verschiedener Systeme, wie "Nutrient movement" und "Recognition and specificity", zu Sessions zusammengefasst. Für die interessierte Leserin (m/w) anschließend eine Liste der Sessions mit den Keynote Vortragenden in Klammer.

  • Global threats on symbiotic systems (Ove Hoegh-Guldberg, Australien)
  • Cyanobacterial symbiosis (Brigitta Bergman, Schweden)
  • Lichens (Mark Seaward, England)
  • Deep sea chemoautotrophic symbiosis (Charles Fisher, USA)
  • Marine symbiosis (Margaret McFall-Ngai, USA)
  • Mycorrhizae (David J. Read, England)
  • Nutrient movement (Kirstin Palmqvist, Schweden)
  • Lateral gene transfer (Charles Dewiche, USA)
  • Insect symbiosis (Angela E. Douglas, England; Joseph Shorthouse, Kanada)
  • Nitrogen fixation (Frans deBruijn, Frankreich)
  • Protists in symbiosis (Volker Huss, Deutschland)
  • Recognition and specificity (Ann Hirsch, USA)
  • Endophytic Fungi (Chris Schardl, USA)
  • Evolutionary implications of symbiosis (Lynn Margulis; USA, Jan Sapp, Kanada)

Einer der Höhepunkte der Konferenz war sicherlich der Vortrag von Lynn Margulis. Sie hat in den 60er Jahren die Endosymbiontentheorie formuliert. Diese besagt dass die Eukaryotische Zelle (alle Pflanzen-,Tier- und Pilzzellen) aus einem "symbiontischem Konsortium" von verschiedenen Bakterien entstanden ist. Die Organellen der eukaryotischen Zelle, wie z.B. die Chloroplasten der grünen Pflanzen, wären somit ehemalige bakterielle Endosymbionten. Lynn Margulis beeindruckt mit ungeheurem Wissen und einem mitreißenden, lebhaften Vortragsstil - es war ein tolles Erlebnis sie gehört zu haben.

Der nächste Symbiose Kongress (5th International Symbiosis Society Congress) findet 2006 in Wien statt. Gastgebende sind Monika Bright und Jörg Ott; die Vorbereitungen haben schon begonnen.

Für Interessierte: http://people.bu.edu/iss/


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04.2004