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Alle drei Jahre findet ein internationaler Kongress der "Symbiosis
Society" statt. Wissenschafterinnen (m/w) aus verschiedensten Gebieten
der Symbiose Forschung treffen sich um neueste Erkenntnisse
auszutauschen und Gemeinsamkeiten und Unterschiede von verschiedenen
Symbiose - Systemen zu diskutieren.
Im August 2003 fand der "4th International Symbiosis Society
Congress" in Halifax, Kanada, statt. Vier Mitglieder der Abteilung für
Meeresbiologie der Universität Wien - Monika Bright, Silvia Bulgheresi, Andrea Nussbaumer und Jörg Ott
- waren mit insgesamt 7 Beiträgen in Form von Vorträgen und Poster
vertreten. Um die Abstrakte dieser Beiträge zu lesen, klicken sie bitte
auf die Namen.
Dieses mal war der Kongress besonders
spannend, da 1) sehr viele verschiedene Symbiose Systeme behandelt
wurden und 2) die wichtigsten Forscherinnen (m/w) der jeweiligen
Richtungen anwesend waren.
Die Vorträge waren entweder
nach Symbiosesystemen, wie "Mycorrhizae" und "Deep sea chemoautotrophic
symbiosis", oder nach wichtigen Aspekten verschiedener Systeme, wie
"Nutrient movement" und "Recognition and specificity", zu Sessions
zusammengefasst. Für die interessierte Leserin (m/w) anschließend eine
Liste der Sessions mit den Keynote Vortragenden in Klammer.
- Global threats on symbiotic systems (Ove Hoegh-Guldberg, Australien)
- Cyanobacterial symbiosis (Brigitta Bergman, Schweden)
- Lichens (Mark Seaward, England)
- Deep sea chemoautotrophic symbiosis (Charles Fisher, USA)
- Marine symbiosis (Margaret McFall-Ngai, USA)
- Mycorrhizae (David J. Read, England)
- Nutrient movement (Kirstin Palmqvist, Schweden)
- Lateral gene transfer (Charles Dewiche, USA)
- Insect symbiosis (Angela E. Douglas, England; Joseph Shorthouse, Kanada)
- Nitrogen fixation (Frans deBruijn, Frankreich)
- Protists in symbiosis (Volker Huss, Deutschland)
- Recognition and specificity (Ann Hirsch, USA)
- Endophytic Fungi (Chris Schardl, USA)
- Evolutionary implications of symbiosis (Lynn Margulis; USA, Jan Sapp, Kanada)
Einer
der Höhepunkte der Konferenz war sicherlich der Vortrag von Lynn
Margulis. Sie hat in den 60er Jahren die Endosymbiontentheorie
formuliert. Diese besagt dass die Eukaryotische Zelle (alle
Pflanzen-,Tier- und Pilzzellen) aus einem "symbiontischem Konsortium"
von verschiedenen Bakterien entstanden ist. Die Organellen der
eukaryotischen Zelle, wie z.B. die Chloroplasten der grünen Pflanzen,
wären somit ehemalige bakterielle Endosymbionten. Lynn Margulis
beeindruckt mit ungeheurem Wissen und einem mitreißenden, lebhaften
Vortragsstil - es war ein tolles Erlebnis sie gehört zu haben.
Der
nächste Symbiose Kongress (5th International Symbiosis Society
Congress) findet 2006 in Wien statt. Gastgebende sind Monika Bright und
Jörg Ott; die Vorbereitungen haben schon begonnen.
Für Interessierte: http://people.bu.edu/iss/
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