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Wie stark wird der Meeresspiegel künftig wirklich ansteigen? |
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Es ist nahezu unmöglich, das zentimetergenau vorherzusagen. Selbst für
die jüngste Vergangenheit schwankten die Angaben enorm. So ergaben
Pegelmessungen und Berechnungen, dass der Wasserstand unserer Ozeane in
den vergangenen 100 Jahren zwischen zehn und 25 Zentimetern zugenommen
hat. Einig sind sich die Klimaforscher aber, dass die Ursache dafür der
globale Temperaturanstieg von etwa einem halben Grad Celsius in diesem
Zeitraum ist. Dadurch dehnte sich nicht nur das oberste Ozeanstockwerk
aus. Auch Gletscher und kleinere Eisschilde zogen sich zurück; ihre
Schmelzwasser gelangten über die Flüsse in die Meere. Beides trug etwa
im gleichen Maß zum Meeresspiegelanstieg bei. Der zukünftige Anstieg
hängt naturgemäß davon ab, wie stark der Treibhauseffekt ausfällt. Noch
1990 rechneten die meisten Klimaforscher mit einem Anstieg von 31 bis
110 Zentimetern bis zum Jahr 2100. Inzwischen wurden die Modelle
verfeinert. Derzeit geht man von 20 bis 86 Zentimetern aus, wobei die
größte Wahrscheinlichkeit bei knapp einem halben Meter liegt. Die
Folgen für die Küstenbevölkerung sind dort am gravierendsten, wo
gleichzeitig die kontinentale Erdkruste im Sinken begriffen ist. Das
ist zum Beispiel im Nildelta und in Bangladesh der Fall.
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