Verein zur Förderung der Meeresforschung in Österreich
 
 
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Montag, 24. September 2018
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Wie stark wird der Meeresspiegel künftig wirklich ansteigen? Drucken E-Mail
Es ist nahezu unmöglich, das zentimetergenau vorherzusagen. Selbst für die jüngste Vergangenheit schwankten die Angaben enorm. So ergaben Pegelmessungen und Berechnungen, dass der Wasserstand unserer Ozeane in den vergangenen 100 Jahren zwischen zehn und 25 Zentimetern zugenommen hat. Einig sind sich die Klimaforscher aber, dass die Ursache dafür der globale Temperaturanstieg von etwa einem halben Grad Celsius in diesem Zeitraum ist. Dadurch dehnte sich nicht nur das oberste Ozeanstockwerk aus. Auch Gletscher und kleinere Eisschilde zogen sich zurück; ihre Schmelzwasser gelangten über die Flüsse in die Meere. Beides trug etwa im gleichen Maß zum Meeresspiegelanstieg bei. Der zukünftige Anstieg hängt naturgemäß davon ab, wie stark der Treibhauseffekt ausfällt. Noch 1990 rechneten die meisten Klimaforscher mit einem Anstieg von 31 bis 110 Zentimetern bis zum Jahr 2100. Inzwischen wurden die Modelle verfeinert. Derzeit geht man von 20 bis 86 Zentimetern aus, wobei die größte Wahrscheinlichkeit bei knapp einem halben Meter liegt. Die Folgen für die Küstenbevölkerung sind dort am gravierendsten, wo gleichzeitig die kontinentale Erdkruste im Sinken begriffen ist. Das ist zum Beispiel im Nildelta und in Bangladesh der Fall.