11th International Coral Reef Symposium - 7.–12.7. 2008

Vom 7.-12. Juli fand in Fort Lauderdale das Internationale Korallenriff Symposium statt, das ganz unter dem Motto „Riffe für die Zukunft“ stand. Aus Wien wurden drei Beiträge (zwei Vorträge und ein Poster) eingereicht und angenommen. Leider konnte einer der Vortragenden, Mag. Harald Hasler, aus Krankheitsgründen nicht am Kongress teilnehmen.

Kongress Beiträge Uni-Wien:
Vortrag:
Jürgen HERLER, Markus DIRNWOEBER, Lucie SCHIEMER, Simone NIEDERMUELLER - Host specificity, spatial niche diversity and adaptations of coral-associated gobies in the northern Red Sea
Posterpräsentation:
Marlene WALL, Joerg OTT, Juergen HERLER - Experimental evaluation of post-settlement movement in the coral-associated goby Gobiodon histrio 

Das alle vier Jahre stattfindende Symposium brachte heuer über 3500 Teilnehmer aus den unterschiedlichsten Disziplinen zusammen. Während die Konferenz in Okinawa  - vier Jahre zuvor - unter dem Motto “Stabilität und Degradierung von Korallenriffen” stand, setzte man sich bei diesem Treffen die Aufgabe den Erhalt von Riffen für zukünftige Generationen voranzutreiben. Ebenso wie sich die Themen wandelten änderten sich auch die Schwerpunkte der Korallenriff-Forschung. Klimawandel, als potentielle Bedrohung für Riffe, wurde in Okinawa eine untergeordnete Rolle beigemessen, wie aus einer Umfrage von Kleypas und Eakin hervorging. In Fort Lauderdale hingegen waren Klimawandel und die damit einhergehende Versauerung der Ozeane, der Anstieg der Meeresspiegel, neben Eutrophierung und Überfischung als Bedrohung für die Riffe, allgegenwärtig. Am Kongress wurden die Erkenntnisse der letzten Jahre in Bezug auf Resistenz und Resilience von Korallen gegenüber diesen Bedrohungen, als auch der der Integration von sozioökologischen und –ökonomischen Aspekten in Riff-Management präsentiert. Diese neu gewonnen Informationen sollen dazu beitragen dieses komplexe Ökosystem besser zu verstehen und ihr Management effektiveren und nachhaltigen zu gestalten.

Ein weiters Novum stellte die „Green Meeting Strategy“ dar. Ein Teil der Registrierungsgebühren wird dazu verwendet den klimatischen Fußabdruck des Symposiums zu minimieren, indem Projekte unterstützt werden die  die CO2 Emission reduzieren, generell alle Korrespondenzen elektronisch erledigt wurden, das Abstract-Books und die Proceedings nur auf Anfrage gedruckt erhältlich sind, uvm.

Zusammenfassend war der Kongress für mich eine große Bereicherung, der mir Einblicke in die internationale Riffforschung gab. Ich konnte mir einen Überblick verschaffen, über neue innovative Forschungsschwerpunkte und viele neue Kontakte knüpfen.

Hiermit möchte ich mich bei ProMare für das Stipendium bedanken, das mir die Teilnahme sehr erleichtert hat.
Marlene Wall

 

coralreefsymposium