|
Im Gegensatz zu uns Menschen haben Fische keine Augenlider, die sie im
Schlaf schließen könnten. Daher ist nicht immer auf Anhieb zu erkennen,
ob Fische schlafen. Daß sie es tun, steht freilich außer Frage. Das
gilt sowohl für nacht- als auch für tagaktive Tiere. Die meisten Fische
verbringen einen guten Teil einer 24- Stunden-Periode in einem ruhendem
Zustand, währenddessen der Stoffwechsel deutlich "herunterfahren" wird.
Korallenriffbewohner etwa ziehen sich während dieser Ruhephasen in
Höhlen oder Spalten zurück. Manche Süsswasserfische wechseln die
Körperfarbe und werden gräulich bleich, während sie am Boden oder auf
Pflanzenteilen ruhen. Manche Fische sind während der Ruhephase so weit
"weggetreten", daß Taucher auf sie zuschwimmen und berühren können. Von
Fischen, die, wie die Thune, im offenen Meer leben, heißt es, daß sie
während ihrer Ruhephase zwar langsam weiterschwimmen, um genügend
Sauerstoff aufzunehmen, dabei aber eine Hälfte ihres Hirn quasi
abschalten.
|