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Bettina RiedelTodeszonen und ihre Konsequenzen für marine Küstenökosysteme

Ein ProMare Vortrag von Mag. Bettina Riedel

Donnerstag, 27. November 2008, 18:15, Hörsaal II, BIOZENTRUM (UZA1) Althanstraße 14, 1090 Wien

 

 

 

adriaWeltweit gibt es keinen Umweltparameter in seichten Küstengewässern der sich in den letzten Jahrzehnten dramatischer verändert hat als in Wasser gelöster Sauerstoff. Aktuell werden bereits mehr als 415 Küstenökosysteme (Gesamtfläche >245 000 km²) als sauerstoffarm und eutroph eingestuft. 2004 stellte das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) sogenannte „Todeszonen“ in den Ozeanen, hervorgerufen durch hypoxische oder anoxische Bedingungen in Bodennähe, an die Spitze aufkommender Umweltprobleme. Die Konsequenzen sind tiefgreifend und können zu katastrophalen Veränderungen der biologischen Vielfalt auf allen Ebenen führen. Der Blick in die Zukunft fällt ebenfalls nicht rosig aus: zunehmende Eutrophierung und Klimawandel werden das Problem weiter verschärfen.
Der Vortrag gibt einen Überblick über Vorkommen, Ursachen und Auswirkungen von Sauerstoffkrisen. Insbesondere wird auf die Nordadria, die als Fallbeispiel für Eutrophierungseffekte wie etwa Sauerstoffkrisen und „Meeresschneeaufkommen“ dient, eingegangen. Des Weiteren wird ein vom FWF gefördertes Projekt vorgestellt, in dem ein neuer Weg der Dokumentation von Sauerstoffkrisen beschritten wurde.
(www.marine-hypoxia.com)